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Westfälische Geographische Studien

Westfälische Geographische Studien

Schwerpunkte dieser seit 1949 erscheinenden Reihe sind Themen- bzw. Sammelbände mit Beiträgen aus der Wissenschaft sowie der planenden und gestaltenden Praxis, die sich nicht nur auf Westfalen beziehen, sondern vergleichend auch auf benachbarte Regionen und darüber hinaus.

Die Westfälischen Geographischen Studien können über den Aschendorff-Verlag oder den Buchhandel bezogen werden.

Einige ältere Ausgaben gibt es im Folgenden kostenlos als Download (PDF-Datei).

Titelbild – Band 60

Band 60

ZukunftsLAND Regionale 2016 – Potenziale und Perspektiven der formatorientierten Stadt- und Regionalentwicklung; 60. Barthels, L. 2017, 110 Seiten (9,95€)

„ZukunftsLAND“: Unter diesem Slogan fand zwischen 2010 und 2017 die Regionale 2016 als Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen im westlichen Münsterland statt. Dabei haben sich die Kreise Borken und Coesfeld gemeinsam mit südlich angrenzenden Kommunen der Kreise Wesel, Recklinghausen und Unna wichtigen Zukunftsfragen ländlich geprägter und zugleich wirtschaftlich erfolgreicher Regionen gestellt und modellhaft gemeinsam zukunftsweisende Projekte entwickelt. Das Präsentationsjahr fand von Frühjahr 2016 bis Sommer 2017 statt und bewirkte eine umfassende Aufmerksamkeit in Bürgerschaft und Fachöffentlichkeit. Insgesamt wurden 36 Projekte angestoßen.
Die Untersuchung von Lisa Barthels entstand als Masterarbeit am Institut für Geographie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Betreuer: Prof. Dr. Thomas Hauff, Dr. Frank Bröckling). Inspiriert durch ihre Tätigkeit bei der Regionale 2016 Agentur GmbH untersuchte Frau Barthels „Potenziale und Perspektiven der formatorientierten Stadt- und Regionalentwicklung am Beispiel der Regionale 2016 ZukunftsLAND“.

Die gewonnenen Erkenntnisse sind nicht nur im Rückblick von Interesse, sondern auch für die künftigen Regionalen 2022 und 2025.

  • Was sind die Alleinstellungsmerkmale der Regionale 2016 im westlichen Münsterland?
  • Wie spiegeln sich die Merkmale der Festivalisierung und Innovation in der Regionale 2016 wider?
  • Was kann aus der Regionale 2016 für zukünftige Regionalen bzw. Formate der Regionalentwicklung abgeleitet werden?

Die Bearbeitung dieser Leitfragen wird theoretisch durch eine Auseinandersetzung mit Formaten in der Stadt- und Regionalentwicklung gerahmt. Dabei klassifiziert die Autorin die Regionale 2016 als Mischform des Formats der Innovation und der Festivalisierung. Methodisch basiert die Arbeit auf Experteninterviews, teilnehmender Beobachtung, Dokumentenanalysen und einer moderierten Gruppendiskussion.

Die Arbeit liefert abschließend Erkenntnisse zu den Potenzialen und Perspektiven der formatorientierten Regionalentwicklung und erweitert damit die bisherigen Veröffentlichungen zur Regionale, in denen es eher um die Präsentation und Dokumentation der Projekte ging.

Titelbild – Band 60

Band 59

Die Rolle des Einzelhandels für die Stadtentwicklung: Die Bedeutung der Wochenmärkte und die Auswirkungen des Online-Handels; 59. Kusch, A.-K. und M. Langsenkamp 2014, 266 Seiten (24,80 €)

Einzelhandel bewegt jeden – ein spannendes Dauerthema, denn jeder und jede muss sich versorgen. Doch diese „Notwendigkeit“ macht zumeist Spaß und die Rahmenbedingungen in Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt sind so günstig, dass die Versorgung aus Nachfragersicht treffender als Konsum bezeichnet wird. In dem vorliegenden Band werden scheinbar zwei diametral unterschiedliche Versorgungszweige thematisiert: Wochenmärkte gibt es seit über 1.000 Jahren, während der Online-Handel erst in den letzten zehn Jahren enorme Aufmerksamkeit und Bedeutung gewonnen hat. Welche Rolle übernehmen diese so unterschiedlichen Wege für die Stadtentwicklung?

Wochenmärkte werden assoziiert mit Frische, vielfältiger Auswahl und Qualität, die man persönlich prüfen kann („mal probieren?“). Sie sind durch die Marktstände und Händler, die nur zu ausgewählten Stunden im Wochenverlauf aufgesucht werden können, gerahmt von einer einzigartigen Atmosphäre, die auf das (inner-)städtische Umfeld hinausstrahlt. Online-Handel findet am Computer statt, ist anonym, ohne Wartezeit und kann 24 Stunden lang an allen Wochentagen aufgesucht werden. Die Produkte sind genau beschrieben, aber nur visuell greifbar. Der Versand erspart dem Kunden den Warentransport nach Hause, benötigt aber einige Tage Zeit.

Diese beiden Vertriebsformen stehen im Mittelpunkt des vorliegenden Bandes, wobei die Einbindung der jeweiligen Konzepte in einen größeren Zusammenhang hinsichtlich der Stadtentwicklung fokussiert wird. Die Wochenmärkte werden in ihrer Bedeutung als integrativer Bestandteil des Stadtmarketings in Groß- und Mittelstädten Westfalens betrachtet, während der Online-Handel in seinen Auswirkungen auf den stationären Einzelhandel am Beispiel des Kreises Paderborn thematisiert wird – ein Aspekt, der auch bei mehreren Tagungsankündigungen der geographischen Handelsforschung im Jahr 2014 und 2015 auf der Agenda steht.

Die beiden Autoren, Frau Ann-Kathrin Kusch und Herr Markus Langsenkamp, sind Absolventen des Instituts für Geographie der Westfälischen Wilhelms-Universität, die sich in ihren Abschlussarbeiten für eine räumliche Verankerung der genannten Themenstellungen in Westfalen entscheiden haben, so dass sie vom Vorstand der Geographischen Kommission für Westfalen dazu animiert wurden, ihre Erkenntnisgewinne in der Reihe „Westfälische Geographische Studien“ zu veröffentlichen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Qualifikationsarbeit von Ann-Kathrin Kusch führt die Ergebnisse ihrer eigenen Untersuchungen zu Wochenmärkten in Westfalen fort, die sie in Aufsätzen für das Portal „Westfalen Regional“ und für den Geographisch-landeskundlichen Atlas von Westfalen im Jahr 2010 veröffentlicht hat. Während sie in diesen Aufsätzen und Atlaskarten funktionelle und strukturelle Erhebungen zu den Wochenmärkten in Mittel- und Großstädten in Westfalen über Befragungen erhob, geht die Autorin in der hier vorliegenden Arbeit der Frage nach, inwieweit Wochenmärkte als integrativer Bestandteil des Stadtmarketings in Groß- und Mittelstädten Westfalens wahrgenommen und genutzt werden.

Die Arbeit basiert methodisch auf einer Online-Befragung der Stadtmarketingakteure in den Groß- und Mittelstädten Westfalens, deren Rücklauf von letztlich über 80 % durch eine Nachfassaktion optimiert wurde. Mittels 13 qualitativer Experteninterviews wurde das Ergebnisbild der quantitativen Erhebung vertiefend hinterfragt und aufgearbeitet. Hierbei wurde eine gleichmäßige räumliche und stadtgrößenspezifische Verteilung ebenso berücksichtigt wie die Organisationsform des Stadtmarketings, die Zuständigkeit für den Wochenmarkt und die Einschätzung einzelner themenrelevanter Aspekte.

Als wichtiges Ergebnis muss eine große Heterogenität festgestellt werden. Einerseits erfüllen die oftmals traditionsreichen Wochenmärkte inhaltliche und strategische Ziele des Stadtmarketings, auf der anderen Seite beziehen die Akteure des Stadtmarketings die Wochenmärkte nur selten praktisch in ihren Aktivitäten ein. Die Experteninterviews zeigten, dass die Stadtmarketingakteure die Existenz der Wochenmärkte einerseits als selbstverständlich wahrnehmen und andererseits mit finanziellen und personellen Engpässen umgehen müssen, die sie davon abhalten, Wochenmärkte stärker als Akzente im Stadtmarketing aufzuwerten. Eine stärkere Verbindung von Wochenmarkt und Stadtmarketing, flankiert von einer qualifizierten Lobbyarbeit sowie einer grundsätzlichen Offenheit der Markthändler gegenüber Neuerungen hat die Autorin jedoch als wichtige übergeordnete Perspektiven identifiziert.

Die Masterarbeit von Herrn Markus Langsenkamp thematisiert die Auswirkungen des Online-Handels auf den stationären Einzelhandel. In einem theoretischen Rahmen differenziert der Autor zwischen den verschiedenen Akteuren und Betriebsformen des bezogen auf den Umsatz im Wesentlichen stagnierenden Einzelhandels, berichtet über den Niedergang des Versandhandels sowie den rasant anwachsenden Online-Handel, dessen Umsatz sich zwischen den Jahren 2000 und 2012 von 1 auf 33 Mio. € vervielfacht hat. Auch die Bedeutung von Preissensibilität einerseits und Erlebnisorientierung andererseits wird im Rahmen der veränderten Kundenstruktur herausgearbeitet.

Hierzu hat er die deutschlandweit erhobenen Trends auf den gesamten Kreis Paderborn übertragen und vertiefend exemplifiziert. Als Teilfragen seiner Qualifikationsarbeit hat Herr Langsenkamp diesbezüglich den Anteil des Online-Handels nach Sortimenten und Branchen sowie Einflüsse auf das Konsumentenverhalten untersucht. In der inhaltlichen Vertiefung wurde dann nach den ökonomischen Effekten mittels Online- und Passentenbefragung mit einem Stichprobenumfang von 812 Befragten geforscht sowie die Reaktionen des stationären Einzelhandels mittels qualitativer Interviews erhoben. Dies erfolgte auf drei unterschiedliche zentralörtliche Hierarchiestufen im Kreis Paderborn: Neben der Innenstadt der Kreisstadt Paderborn (142.000 Ew.) wurden auch das Mittelzentrum Büren (21.700 Ew.) und das Grundzentrum Lichtenau (10.500 Ew.) untersucht.

Als wesentliche Ergebnisse sind festzuhalten, dass mit weiteren Zunahmen im Online-Handel zu rechnen sein wird. Neben den bisher führenden Sortimentsgruppen Bekleidung/Schuhe, Bücher und Elektroartikel, bei denen bereits jeweils über 10% des Kaufkraftanteils online umgesetzt werden, wurden weitere 13 Sortimente identifiziert, die für den Online-Handel relevant sind. Umfang und Häufigkeit des Online-Geschäfts stehen in einem erkennbaren Zusammenhang zur Kundenwahrnehmung des lokalen Einzelhandelsangebots. Die Reaktionen des stationären Einzelhandels zeigen, dass der Online-Handel längst als konkurrierender Mitbewerber erkannt und akzeptiert ist. Jedoch betreiben nur überwiegend Filialisten (65 %) einen eigenen Online-Shop, während die Betreiber der inhabergeführten Geschäfte diese Option nur in Ausnahmen (7%) nutzen und sich vor allem auf ihre Stärken im stationären Einzelhandel konzentrieren.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Online-Handel eine Ergänzung, aber keine Substitution des vorhandenen Angebots darstellt, der sich in einem dynamischen Anbieter-Nachfrager-Prozess entwickelt. Der Online-Handel selbst löst keine raumwirksamen Prozesse aus, sondern verstärkt primär bereits vorhandene Entwicklungen. Hierbei sind die einzelnen Sortimente unterschiedlich stark betroffen. Die Attraktivität einer Lage spielt eine große Rolle für das Motiv des Erlebniseinkaufs.

Titelbild – Band 59

Band 58

Geoökologisches Modellgebiet "Riesenbecker Osning". 25 Jahre Ökosystemforschung im nordwestlichen Teutoburger Wald; 58. Lethmate, J. 2013, 381 Seiten (29,80 €)

Der Band 58 der Geographischen Kommission für Westfalen über den Riesenbecker Osning untersucht erstmals den Sandsteinzug des nordwestlichen Teutoburger Waldes mit einem ökosystemaren Ansatz: Ausführliche Analysen atmosphärischer Stoffeinträge, der Flora und Vegetation, Böden und Quellwässer des Modellgebietes münden in eine Ökosystembilanz und deren Bewertung mittels umweltpolitischer Belastungsgrenzen. Die floristischen und hydrochemischen Langzeitvergleiche gehen zurück bis in die Jahre 1976 bzw. 1965. Alle ökosystemaren Hypothesen werden einem kritischen und erkenntnistheoretischen Rekurs unterworfen. Die Organisationsebenen der regionaltypischen Biodiversität werden über waldbezogene Indikatoren annähernd bestimmt. Die Kontroverse um das nationale Buchenwalderbe sowie Aspekte der Umweltgeschichte schließen die Analyse ab.

Unter den mitteleuropäischen Waldgebieten besitzt der Teutoburger Wald keine Sonderstellung, überall verändern Versauerung und Eutrophierung das Waldökosystem. Im Riesenbecker Osning sind die Veränderungen gravierend und bis hin zum Ökosystemaustrag, dem Waldwasser, messbar. Der tief versauerte Waldboden speichert bis heute große Mengen an Schwermetallen, insbesondere Blei, das bereits im Quellwasser ausgeschwemmt wird. Der Wald hat seine Ökosystemdienstleistungen verloren, „gesunden“ Boden und „gesundes“ Wasser zu bilden. Der Klimawandel wird auch im „Teuto“ zu einer Mediterranisierung des Klimas und damit zu einer veränderten Baumartenzusammensetzung führen, ohne dass heute schon eine konkrete Aussage zur zukünftigen Waldstruktur gemacht werden könnte. Die Buche, Hauptbaumart der heutigen potentiellen natürlichen Vegetation, wird im Wald der Zukunft kaum die einzige Baumart sein.

Die Studie über den Riesenbecker Osning liefert damit Grundlagen für ein ökologisches Langzeitmonitoring, einen umfassenden Beitrag zur Geoökologie der Region „UNESCO Geopark nördlicher Teutoburger Wald“ sowie ein ökologisches Bildungsangebot in einem außerschulischen und außeruniversitären Lernort. Das geoökologische Bildungspotenzial des Modellgebietes geht weit über die bisherigen Angebote hinaus. Vor allem für Oberstufenschüler bietet der Band 58 der Westfälischen Geographischen Studien Anlässe für biologie- und geographiedidaktische Projekte, die dem aktuellen didaktischen Anspruch an ein Systemdenken entsprechen.

Titelbild – Band 58

Band 57

Luft – Boden – Wasser – Wald. Geoökologische und ökologiedidaktische Untersuchungen in Westfalen; 57. Lethmate, J. 2009 (19,80 €)

Ökologische Umweltbeobachtung sollte nicht sektoral nach einzelnen Umweltmedien Luft, Boden, Wasser etc., sondern ökosystemar, medienübergreifend angelegt sein. Die Beiträge dieses Bandes folgen diesem Untersuchungsansatz in ausgewählten fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Studien. Im Vordergrund steht der aktuelle Umweltfaktor Stickstoff mit all seinen ökosystemaren Bezügen zwischen Luft-Boden-Wasser-Wald, einmal in Monitoring-Studien aus (Nordrhein-)Westfalen, einmal im lokalen Fallbeispiel eines Fließgewässers ("Aa"), eines Mittelgebirgsstandortes (Teutoburger Wald) und eines Trinkwasserschutzgebietes (Hohe Ward/Münster), einmal im glokalen Perspektivenwechsel Münsterland – Brasilien – Indonesien.

Die unterrichtspraktischen Studien berücksichtigen die neuesten Befunde der geographiedidaktischen Lehr-Lernforschung, konzeptionell verstehen sie sich als didaktisierte geographische Mensch-Umwelt-Forschung. Ihre geoökologische, schulgemäße Methodik reklamiert für den Geographieunterricht einen Anspruch auf dem Niveau naturwissenschaftlicher Standards. Der ökosystemare Ansatz begründet mit abiotischem Schwerpunkt einen geographiespezifischen Beitrag zur Umweltbildung und naturwissenschaftlichen Grundbildung, immer von menschlichen Handlungssystemen ausgehend.

Titelbild – Band 57

Band 56

Tages- und kurzzeittouristische Untersuchungen in der Hellweg-Region, dem nördlichen Münsterland und in der Stadt Münster; 56. Schnell, P. und B. Linden 2007 (12,90 €)

Der vorliegenden Band vermittelt anhand vier empirischer Studien interessante Einblicke in Freizeit- und Tourismusverhaltensformen, die für die mehr ländlich strukturierten Räume Westfalens charakteristisch sind. Betrachtet werden die Hellweg-Region, die Stadt Hörstel sowie zwei Großveranstaltungen bzw. Events in Münster (Wochenmarkt und Send).

Bei allen Arbeiten stehen Aspekte des Freizeitverhaltens sowie tages- und kurzzeittouristische Fragestellungen im Vordergrund des Interesses. Bei der Bearbeitung bildeten gleichzeitig auch Fragen nach dem ökonomischen Effekt sowie dem Image wichtige Untersuchungsschwerpunkte.

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Titelbild – Band 56

Band 55

Lebensverhältnisse und Lebensstile im urbanisierten ländlichen Raum. Analyse anhand ausgewählter Ortsteile im münsterländischen Kreis Steinfurt; 55. Grothues, R. 2006, 228 Seiten (13,90 €)

Der ländliche Raum ist heute vor allem dem landwirtschaftlichen Strukturwandel und Bevölkerungsveränderungen ausgesetzt. Hinzu kommen die Folgen des Urbanisierungsprozesses, insbesondere bezogen auf die Wohnfunktion. Grundlage der Untersuchung in einem „urbanisierten ländlichen Raum“ sind vier ausgesuchte Ortsteile aus dem münsterländischen Kreis Steinfurt: Horstmar, Recke, Bevergern (Stadtteil von Hörstel) und Welbergen (Stadtteil von Ochtrup). In einer umfassenden Erhebung wurden Fragen zu den Lebensverhältnissen und Lebensstilen einer repräsentativ ausgesuchten Einwohnerschaft gestellt.

Dabei sind zwischen im Ort Geborenen und Zugezogenen keine signifikanten Unterschiede bei der Beurteilung der Standortbedingungen und der subjektiven Zufriedenheit festzustellen. Mit einer weiteren Datenreduktion konnten insgesamt sechs Lebensstile extrahiert werden, die sich alle etwas konservativer und zurückgezogener darstellen als in den Städten, unter denen aber ein typischer ländlicher Lebensstil nicht auszumachen ist.

Titelbild – Band 55

Band 54

Das Pferd als Faktor nachhaltiger Regionalentwicklung – dargestellt am Beispiel des Münsterlandes; 54. Winkler, A. 2006, 118 Seiten (10,90 €)

Die Arbeit (mit einem Vorwort von Michael Stoffregen-Büller) untersucht, welchen Beitrag die moderne Nutzung von Pferden für die nachhaltige Entwicklung von Regionen leisten kann. Am Beispiel des Münsterlandes wurde auf Basis einer Bestandserhebung gezeigt, wie stark sich die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen einer regen Pferdeszene in einer Region bemerkbar machen und welche Chancen sich für die Regionalentwicklung ergeben können.

Die Nutzung von Pferden kann ein wertvolles Moment für Regionen und ihre nachhaltige Entwicklung darstellen. Insbesondere im Münsterland, wo das Pferd als ein Kulturgut angesehen wird und zahlreiche Reiter und Pferde zuhause sind, wird der Faktor Pferd landschaftlich und sozioökonomisch, materiell und immateriell in außerordentlicher Weise wahrnehmbar. Im Hinblick auf die Strategien zur Entwicklung von Regionen, die auf Entwicklungsimpulse durch die Mobilisierung spezifischer regionaler Fähigkeiten und Stärken bauen, bietet die moderne Pferdenutzung dem Münsterland für die zukünftige Entwicklung große Chancen.

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Titelbild – Band 54

Band 53

Angebots- und Akzeptanzanalysen des Einzelhandels in Grund- und Mittelzentren. Fallstudien Attendorn, Dorsten, Hilden, Hörstel und Nordhorn; 53. Heineberg, H. und A. Jenne (Hg.) 2006, 176 Seiten (11,90 €)

Internationalisierung, Unternehmenskonzentration und Discountorientierung sind nur wenige der Schlagwörter, die in der Diskussion um die Entwicklung des Einzelhandels in den letzten Jahren fallen. Längst hat der Strukturwandel des Einzelhandels, getrieben von der Angebotswie Nachfrageseite, auch Klein- und Mittelstädte und damit auch die Grund- und Mittelzentren erfasst.

Die Autoren des Sammelbandes versuchen daher, anhand einiger Fallstudien in Westfalen und angrenzenden Regionen die wesentlichen Trends nachzuvollziehen, ihre Bedeutung insbesondere für die Innenstädte zu bewerten und mögliche Ansätze einer Förderung des innerstädtischen Einzelhandels aufzuzeigen.

Titelbild – Band 53

Band 52

I. Wetterdaten im Beratungssystem proPlant-expert.com für Agrarinformatik; 52. Brose, Chr.

II. Atmosphärisches Ammoniak in Münster; 52. Vogt, E.

2005, 136 Seiten (8,90 €)

Chr. Brose untersucht den Einfluss von Wetterdaten unterschiedlich dichter Messnetze auf die Qualität der vom wissensbasierten Pflanzenschutzberatungssystem proPlant-expert. com gegebenen Beratungsempfehlungen. In zwei klimatisch unterschiedlichen Regionen, Münsterland und Breisgau, wurden Testdurchläufe durchgeführt, wobei die Empfehlungen des Systems auf Wetterdaten unterschiedlich dichter Messnetze, jedoch aus derselben Region fußten. U.a. die Anzahl der notwendigen Fungizid- und Wachstumsreglermaßnahmen unterschieden sich innerhalb eines Jahres und einer Region so deutlich, dass von einer positiven Auswirkung räumlich genauerer Wetterdaten auf die Qualität der Beratungen ausgegangen werden kann.

E. Vogt führte in Münster ein Messprogramm zur Untersuchung der atmosphärischen Ammoniak-Konzentrationen und deren Wechselwirkungen mit Partikeln durch. Dazu wurden über den gesamten Zeitraum atmosphärische Ammoniak-Konzentrationen mit Hilfe eines horizontalen Ringspalt-Denuders bestimmt. Die Ammoniak-Konzentrationen fielen relativ hoch aus. Sie betrugen für den Messzeitraum im Mittel 4,8 g m-3, im Maximum wurden 38 g m-3 erreicht. Somit ist der Einfluss des landwirtschaftlich genutzten Umlandes deutlich zu erkennen.

Titelbild – Band 52

Band 51

Die Gemeindegebietseform im Raum Münster von 1975. Ein Beitrag zur handlungsorientierten politisch-geographischen Konfliktforschung; 51. Esterhues, J. 2005, 198 Seiten (9,80 €)

Den Mittelpunkt der Studie bildet die theoriegeleitete Rekonstruktion der Vorgänge vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Neugliederung der Räume Münster und Hamm zum 01.01.1975 sowie die Analyse der zwischen den beteiligten Akteuren ablaufenden Konflikte und ihrer Handlungsstrategien.

Die Ausgangsbasis für die Untersuchung stellen Konfrontationen zwischen verschiedenen Akteuren im Vorfeld der im Jahr 1975 durchgeführten Gemeindegebietsreform sowie daraus entstandene Konflikte dar. Hierbei setzt sich die Arbeit mit der Neuaufteilung von Raum und der damit verbundenen Veränderung der Machtverhältnisse für die einzelnen Akteure aus der Sicht einer handlungsorientierten politisch-geographischen Konfliktforschung auseinander.

Titelbild – Band 51

Band 50

Der deutsch-niederländische Grenzraum zwischen Ems und Ijssel – Inhalte und Ergebnisse des Studienprojektes EURODIDAKT; 50. Ittermann, R. und M. Daniel (Hg./red.) 2004, 360 Seiten (16,90 €)

Trotz der mittlerweile intensiven gesellschaftlichen wie wissenschaftlichen Beziehungen zwischen dem westfälischen und niederländischen Grenzgebiet gibt es auch heute noch landeskundliche Informationsdefizite hinsichtlich des jeweiligen Nachbarraumes. Dieser Mangel macht sich vor allem im Schulunterricht und bei der Lehrerausbildung bemerkbar. Ziel der hier vorliegenden in deutsch wie niederländisch verfassten Beiträge ist es, zukünftig solche Wissenslücken auf beiden Seiten der Grenze zu schließen. Dabei richtet sich das Buch mit zahlreichen Informationen und Materialien zur Geographie, Wirtschaft, Geschichte und Volkskunde an ansässige Studierende und Lehrer, wie auch generell an jeden, der sich für diese Region interessiert oder Informationen darüber benötigt.

Titelbild – Band 50

Band 49

Innovative Unternehmen im Münsterland. Empirische Erhebung des Innovationsverhaltens und der Nutzung technologieorientierter Infrastruktur zu Beginn der 1990er Jahre; 49. Geisler, J. 1998, 93 Seiten (7,20 €)

Die auf einer Umfrage basierende, praxisorientierte Untersuchung dokumentiert am Beispiel des Münsterlandes, inwieweit Unternehmen die Angebote von staatlichen, kommunalen oder privaten Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zur Konzeption neuer Produkte, Herstellungsverfahren und Vertriebswege in Anspruch nehmen. Diese – vor dem Hintergrund eines zunehmend internationaler und schärfer werdenden Wettbewerbs – für Industrie und Gewerbe auf der regionalen Ebene aktuelle Thematik stieß schon im Vorfeld der Untersuchung bei den Gesprächspartnern des Autors (Unternehmensleitern und Vertretern von universitären und kommunalen Wirtschaftsförderungseinrichtungen) auf großes Interesse.

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Titelbild – Band 49

Band 48

Münsterland – Osnabrücker Land / Emsland – Twente. Entwicklungspotentiale und grenzübergreifende Kooperation in europäischer Perspektive. Jahrestagung der Geographischen Kommission in Münster und Osnabrück 1998; 48. Heineberg, H. und K. Temlitz (Hg.) 1998, 202 Seiten (14,30 €)

Dieser Sammelband stellt für das genannte Untersuchungsgebiet eine differenzierte Bestandsaufnahme der seit Inkrafttreten des Maastrichter Vertrages 1993 bestehenden intensiven Bestrebungen um grenzübergreifende Kooperation dar. Darüber hinaus werden von den Verfassern – allesamt Experten aus Wissenschaft, Politik und Planung diesseits wie jenseits der Landesgrenze – bestehende Hemmnisse sowie mögliche Zukunftsperspektiven aufgezeigt.

Inhaltliche Themen des Bandes sind u.a. die EUREGIO, die Probleme grenzüberschreitender Raumplanung, der ÖPNV im Grenzgebiet, die Kooperation in der Wirtschaftsförderung sowie die Standortpolitik für den großflächigen Einzelhandel in den Niederlanden. Eine durch zahlreiche Abbildungen sehr anschaulich gestaltete Dokumentation einer zunehmend fruchtenden Zusammenarbeit.

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Titelbild – Band 48

Band 47

Nachhaltige Raumentwicklung im Sauerland? Landschaftswandel, Wirtschaftsentwicklung, Nutzungskonflikte. Jahrestagung der Geographischen Kommission in Schmallenberg 1997; 47. Heineberg, H. und K. Temlitz (Hg.) 1998, 186 Seiten (12,30 €)

Spätestens seit der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro ist das Thema Nachhaltigkeit Gegenstand intensiv geführter Diskussionen, und dies auf globaler wie regionaler Ebene. Vor diesem Hintergrund hat die Geographische Kommission ihre Jahrestagung 1997 der nachhaltigen Raumentwicklung am Beispiel des Sauerlandes gewidmet.

Resultierend aus Referaten und Diskussionen von fachkundigen Entscheidern aus Politik, Wissenschaft, Bildung, Planung und Wirtschaft entstand dieser Tagungsband mit insgesamt 13 Beiträgen, welche die Zusammenhänge und Konflikte zwischen den ökologischen, ökonomischen und auch sozialen Dimensionen der Nachhaltigkeit in der Raumentwicklung im Sauerland in vielfältiger Weise deutlich machen. Aspekte dabei sind u.a. die Entwicklung der Wirtschaft, die Waldpflege und Verkehrsinfrastruktur sowie die Freizeit- und Tourismusbranche. Eine hoch interessante Analyse einer Mittelgebirgsregion.

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Titelbild – Band 47

Band 46

Münster und seine Partnerstädte (2. erheblich erweiterte u. aktualisierte Auflage); 46. Mayr, A., F.-C. Schultze-Rhonhof und K. Temlitz (Hg.) 1993, 396 Seiten (10,10 €)

In 14 Beiträgen stellt dieser Sammelband Münster und seine Partnerstädte sowie die Idee der Städtepartnerschaften vor. Die wissenschaftlich fundierten Städte-Beiträge sind durch über 90 Abbildungen und über 100 Farbbilder so ausgestattet, dass jeder leichten Zugang zu den landeskundlich vertieften stadtgeographischen Einzeldarstellungen findet und zum Besuch der Partnerstädte angeregt wird. Alle Beiträge bieten eine Fülle an Informationen zur Geschichte, Entwicklung, Struktur und Funktion der jeweiligen Partnerstadt. Eine insgesamt sehr anschauliche und vielseitig verwendbare Arbeit.

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Titelbild – Band 46

Band 45

45. Brand, F.: Lemgo. Alte Hansestadt und modernes Mittelzentrum: Entwicklung, Analysen, Perspektiven. 1992 (vergriffen)

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Titelbild – Band 45

Band 44

44. Allnoch, N.: Windkraftnutzung im nordwestdeutschen Binnenland. Ein System zur Standortbewertung für Windkraftanlagen. 1992 (vergriffen)

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Band 43

43. Mayr, A. u. Schultze-Rhonhof, F.-C. (Hg.): Münster und seine Partnerstädte. 1. Auflage 1988 (vergriffen)

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Band 42

Erträge geographisch-landeskundlicher Forschung in Westfalen. Festschrift 50 Jahre Geographische Kommission für Westfalen; 42. Geographische Kommission für Westfalen (Hg.) 1986, 509 Seiten (24,50 €)

Diese Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Geographischen Kommission ist ein sehr umfangreicher und thematisch breit gefächerter Sammelband von Originalaufsätzen zur westfälischen Landeskunde. Neben der Darstellung der Entwicklung der Geographischen Kommission werden Arbeiten zur Landes- und Regionalentwicklung, zur physischen Geographie Westfalens, zur Agrarwirtschaft und zum Kulturlandschaftswandel vorgestellt.

Fachwissenschaftliche und planungsbezogene Aspekte der Flora und Fauna von Westfalen werden ebenso behandelt wie industriegeographische und industriehistorische Themen. Beiträge zum ländlichen Siedlungswesen in Westfalen und stadtgeographische Arbeiten runden die aktuelle geographische, teilweise auch historisch-geographische Gesamtschau Westfalens ab.

Mit den zahlreichen Tabellen, Abbildungen und Bildern sind diese, auf modernen Forschungen beruhenden Beiträge zur Landeskunde nicht nur thematisch vielseitig, sondern auch besonders anschaulich gestaltet. Mit diesem Band wird jedem landeskundlich Interessierten die Möglichkeit gegeben, seine Kenntnisse über den westfälischen Lebensraum weiter zu vertiefen. Die Arbeit dient als Quelle für landeskundliche Informationen und ist auch zur Vorbereitung von Exkursionen im Raum Westfalen bestens geeignet.

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Band 41

Kundenverhalten im System konkurrierender Zentren. Fallstudien aus dem Großraum Bremen, dem nördlichen Ruhrgebiet und Lipperland; 41. Heineberg, H., N. de Lange und W. Meschede 1985, 147 Seiten (12,80 €)

An drei unterschiedlichen Beispielen zeigen die Autoren auf, wie die Attraktivität konkurrierender Zentren (Warenangebot, Zuwegung, Parkplätze) und die erhöhte Mobilität unserer Gesellschaft das Kaufverhalten beeinflussen. Methoden der empirischen Untersuchungen werden vorgestellt, Lage und Struktur der Zentren beschrieben und Strukturanalysen mit Ergebnissen von Kundenbefragungen und Verkehrszählungen verglichen. In ihren Auswertungen verdeutlichen die Verfasser Schwachstellen kommunaler und regionaler Planungen. Die Studien stellen somit auch eine wertvolle Unterstützung für diejeningen dar, die sich beruflich mit Problemen der Stadtplanung auseinandersetzen.

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Band 40

Probleme und Ergebnisse geographischer Landesforschung und Länderkunde. Gesammelte Beiträge 1936–1979. Zweiter Teil; 40. Müller-Wille, W. 1983, 357 Seiten (7,70 €)

Im zweiten Band von Müller-Wille liegen die inhaltlichen Schwerpunkte u.a. im Bereich der Struktur und Stellung größerer Räume des rechtsrheinischen Schiefergebirges und Nordwestdeutschlands sowie des Siedlungsraumes Mitteleuropa. Die nachfolgende Themenauswahl des zweiten Bandes kann die Themenvielfalt nur andeuten: Das Rheinische Schiefergebirge – seine kulturgeographische Struktur und Stellung, Die Stadt Münster bis 1965, Die spätmittelalterlich-frühneuzeitliche Kulturlandschaft und ihre Wandlungen, Mitteleuropa – seine politisch-geographische Entwicklung und kulturgeographische Struktur. Fast alle Beiträge sind durch zahlreiche Abbildungen besonders anschaulich gehalten und zeugen von der anregenden Darstellungsweise des Verfassers. Die gesammeltenBeiträge sind, auch aufgrund der Hinweise auf sehr frühe Literaturquellen, wertvolle Hilfen für die historische Landschaftsanalyse.

Band 39

Probleme und Ergebnisse geographischer Landesforschung und Länderkunde. Gesammelte Beiträge 1936–1979. Erster Teil; 39. Müller-Wille, W. 1983, 324 Seiten (7,70 €)

Der erste von zwei Bänden mit gesammelten Beiträgen von Müller-Wille mit Aufsätzen, Vorträgen, Gutachten und Rezensionen, die z.T. zuvor unveröffentlicht geblieben waren. Der Band beinhaltet fünf Themenbereiche mit 27 Titeln. Müller-Wille beschreibt mit seinen naturgeographischen Beiträgen, Untersuchungen zur geneti-schen Landesforschung sowie Beiträgen zur Landwirtschaft, Flurgestaltung und zum agrarlandschaftlichen Gefüge den Raum des nordwestlichen Mitteleuropas und insbesondere einige Landschaften Westfalens sehr detailliert. Eine kurze Auswahl verschiedener Themen soll anregen, diese Quellen westfälisch-geographischer Forschungen zu erschließen: Die geographische Landesforschung in Westfalen, Methoden und Aufgaben waldgeographischer Forschung in Westfalen, Zur Systematik und Bezeichnung der Feldsysteme in Nordwestdeutschland, Agrarbäuerliche Landschaftstypen in Nordwestdeutschland.

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Band 38

Die Seehäfenstädte im Weser-Jade-Raum; 38. Komp, K. U. 1982, 146 Seiten (4,60 €)

Die Arbeit stellt unter Einbeziehung von Standortausprägungen, Funktionsdominanzen, raumwirksamen Kräften, Verkehrsleistungen sowie urbanen und wirtschaftsräumlichen Entwicklungsprozessen einen Beitrag zur Geographie des Typus Seehafenstadt der südlichen Nordseeküste dar. Die durch Luftbildauswertungen gestützte verkehrsund stadtgeographische Analyse beschreibt ein modernes Stadtmodell „Seehafenstadt“, entstanden aus der Dualität von Hafen- und Stadtfunktion mit den neuen verkehrstechnischen Anforderungen und daraus resultierender räumlicher Organisation und Leistung.

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Band 37

Westfalen–Nordwestdeutschland–Nordseesektor. W. Müller-Wille zum 75. Geburtstag von seinen Schülern; 37. W. Müller-Wille (Hg.) 1981, 428 Seiten (10,20 €)

Dieser Sammelband zeichnet sich durch große thematische Breite und räumliche Weite aus. Vier Beiträge zur Kartographie, eine wissenschaftsphilosophische Abhandlung, zwei physiogeographische Themen, fünf sozialgeographische Studien zur Raumentwicklung, sechs Beiträge zur Freizeitgeographie und drei Aufsätze mit klimatologischen Fragestellungen. Den räumlichen Schwerpunkt bilden Themen zum Großraum Westfalen / Nordwestdeutschland / Nordseesektor (22 Beiträge). Darüber hinaus sind die angrenzenden Räume sowie Polen, Rumänien, Sowjet-Mittelasien, Israel und Südamerika vertreten. Ein Querschnitt, der die Themenbreite der Geographie in besonderem Maße unterstreicht. Themen, die die anhaltende gesellschaftliche Relevanz dieses Sammelbandes hervorheben sind z.B.: Sonneneinstrahlung und Luftwärme als Energiequellen in Westfalen, Entwicklung und Struktur des Ruhrgebietes, Wasserversorgung und Gewässergüte im Leineeinzugsbereich im Rahmen der Gesamtsituation Niedersachsens, Die kleinräumige Verkehrsanalyse als Grundlage verkehrsberuhigender Maßnahmen in Wohngebieten.

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Band 36

Quartärgeologie, Vorgeschichte und Verkehrswasserbau in Westfalen. Vorträge und Exkursionen der 46. Tagung der AG Nordwestdeutscher Geologen in Münster vom 5. bis 8. Juni 1979; 36. Müller-Wille, W. und E. Bertelsmeier (Hg.) 1980, 193 Seiten (9,00 €)

Die Beiträge dieses Sammelbandes – aus erweiterten Fassungen der Vorträge und der Exkursionsberichte hervorgegangen – umfassen u.a. folgende Themenbereiche: Neuere Ergebnisse zur Vereisungsgeschichte der Westfälischen Bucht und des Weserberglandes, Pollenanalytische Untersuchungsergebnisse aus dem Pleistozän in Ostwestfalen-Lippe, Vegetations- und siedlungsgeschichtliche Untersuchungen im Belmer Bruch bei Osnabrück, Hydrologie des Naturschutzgebietes Gildehauser Venn, Archäologische Bodendenkmalpflege in Westfalen, Ausbau des westdeutschen Kanalnetzes.

Download des Bandes (PDF; 27 MB)

Band 35

Zur Erforschung der mittelalterlichen Kulturlandschaft; 35. Jäger, H.

Gedanken zur Bonitierung und Tragfähigkeit der Erde 35. Müller-Wille, W.

Geosophische Aspekte und Perspektiven zum Thema Mensch–Erde–Kosmos 35. Brand, F.

1978, 83 Seiten (7,70 €)

In diesem Band sind drei Vorträge, die anlässlich des Festkolloquiums zum 70. Geburtstag von Wilhelm Müller-Wille gehalten wurden, zusammengefasst. Allen Beiträgen ist die Veranschaulichung des auf Nachbarwissenschaften übergreifenden Charakters der Geographie gemeinsam – sei es die Einbeziehung von Geschichte und Archäologie, die Berücksichtigung der Wirtschaft und der Politik oder die Herausstellung wissenschaftsphilosophischer Ansätze. Der Beitrag von Müller-Wille ist als Einstieg in die Diskussion der immer dringlicher werdenden Zukunftsfragen nach der Bevölkerungsentwicklung, der regionalen Verteilung der Erdbewohner und der Tragfähigkeit der Erde bzw. ihrer Teilregionen zu empfehlen.

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Band 34

34. Werner, J.: Kraftwerksabwärme in der Hydrosphäre. 1977 (vergriffen)

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Band 33

Mensch und Erde. Festschrift für Wilhelm Müller-Wille; 33. Schreiber, K.-F. und P. Weber (Hg.) 1976, 362 Seiten (10,20 €)

Themenschwerpunkt der Festschrift (Laudatio: H. Uhlig) ist der ländlich-agrare Raum. Sechs der 22 Beiträge sind urbanen Problemen gewidmet. Auch wenn die meisten Aufsätze den nordwestdeutschen Raum zum Gegenstand haben, so erstreckt sich die räumliche Bandbreite doch über Island, die Alpen bis nach Johannesburg/Südafrika. Die Themen sind von bleibendem wissenschaftlichen Wert und bieten fundierte Grundlagen für Vergleiche mit der aktuellen Situation. Themenauszug: Siedlungsstrukturen der Mark Brandenburg, Moorkolonien im Landesausbau des 18. und 19. Jahrhunderts, Island und Färöer – ein Beitrag zu einer vergleichenden siedlungsgeographischen Betrachtung, Zur Entwicklung der agraren Kulturlandschaft, Die Bedeutung historisch-geographischer Zentralitätsforschung für eine gegenwartsbezogene Raumwissenschaft, Neolithischer Bergbau in den Gebieten nördlich der Alpen, Pontresina – landschaftliche Bindung und aktuelle Probleme einer Gemeinde im Oberengadin.

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Band 32

32. Rinschede, G.: Die Transhumance in den französischen Westalpen und in den Pyrenäen. 1979 (vergriffen)

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Band 31

Vegetationsgeographische Untersuchungen auf der Finnmarksvidda im Gebiet von Masi/Norwegen; 31. Thannheiser, D. 1975, 178 Seiten (5,10 €)

Der Verfasser beschreibt zunächst ausführlich vegetationsgeographische Arbeitsweisen und wendet diese nachfolgend auf ein Gebiet der Finnmarksvidda in Nord-Norwegen an. Nach einer physiogeographischen Einordnung des Raumes werden die Verbreitung und Vergesellschaftung der natürlichen Vegetation sowie die biotischen Einflüsse, denen die Vegetation unterliegt und deren Folgen erläutert. Eine kenntnisreiche Darstellung der Vegetation der Tundra, der Moorbereiche und Kulturwiesen eines Teiles der Finnmarksvidda mit zahlreichen pflanzensoziologischen Vegetationsaufnahmen und anschaulichen Abbildungen.

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Band 30

30. Müller-Wille, L.: Lappen und Finnen in Utsjoki, Finnland. 1974 (vergriffen)

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Band 29

29. Treude, E.: Nordlabrador. Entwicklung und Struktur von Siedlung und Wirtschaft in einem polaren Grenzraum der Ökumene. 1973 (vergriffen)

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Band 28

28. Sedlacek, P.: Zum Problem intraurbaner Zentralorte – am Beispiel der Stadt Münster. 1972 (vergriffen)

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Band 27

27. Giese, E.: Sovchoz, Kolchoz und persönliche Nebenerwerbswirtschaft in Sowjet-Mittelasien. Eine Analyse der räumlichen Verteilungs- und Verflechtungssysteme. 1973 (vergriffen)

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Band 26

Auftreten und Zugrichtung von Tiefdruckgebieten in Mitteleuropa; 26. Bahrenberg, G. 1973, 122 Seiten (6,40 €)

Abhandlung mit einem Überblick über die Entwicklung der Zugbahnenforschung und einer Klassifizierung der Zugbahnen. Durch die Analyse der Tiefdruckbahnen und Tiefdrucklagetypen wird die Bedeutung der Lage Mitteleuropas in der ektropischen Westwinddrift sowie die Bedeutung der Land-Meer-Verteilung und des Reliefs für das zyklonale Witterungsgeschehen veranschaulicht. Ein bedeutender Beitrag zur synoptischen Klimageographie Mitteleuropas.

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Band 25

25. Müller-Wille, W. u. E. Bertelsmeier (Hg.): Oldenburg und der Nordwesten. Deutscher Schulgeographentag 1970. Vorträge, Exkursionen und Arbeitsberichte. 1971 (vergriffen)

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Band 24

Bonitierung und Tragfähigkeit eines Alpentales: Innerstes Defereggen in Osttirol; 24. Döhrmann, W. 1972, 147 Seiten (4,35 €)

Auf Grundlage der Hangverhältnisse, Bodenarten und -typen sowie der Boden- und Grünlandzahlen führt der Autor eine Bonitierung des innersten Defereggen Tales durch und ermittelt die Tragfähigkeit der unterschiedlichen Nutzungsstufen der Bergbauernsiedlung. Vergleichbar mit Band 23 der Westfälischen Geographischen Studien, ebenfalls eine detaillierte Untersuchung der Entwicklung und Zukunftschancen einer Bergbauernsiedlung, und immer noch eine Fundgrube von Datenmaterial, das zu einer vergleichenden Analyse anregt.

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Band 23

Sozialökonomische Wandlung und Siedlungslandschaft eines Alpentales: Innerstes Defereggen in Osttirol; 23. Stonjek, D. 1971, 95 Seiten (3,80 €)

Zunächst wird ausführlich die durch landwirtschaftliche Nutzung bestimmte Siedlungslage während der Epoche der vormittelalterlichen Nutzung, der Schwaighofepoche, der Bergbauernepoche sowie der Zeit des Hausiererhandels und der Abwanderung beschrieben. Anschließend stellt der Autor diesem Zeitabschnitt die durch Zentralität bestimmte Siedlungssituation mit Beginn des Fremdenverkehrs gegenüber, einschließlich des Wandels im Sozialgefüge und im Siedlungsbild. Eine interessante Studie über die Veränderung einer Bergbauernsiedlung unter historischen und aktuellen Einflüssen.

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Band 22

Zur strukturellen Reform der Landwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland, erläutert an der Flurbereinigung in der Gemeinde Mooriem/Wesermarsch; 22. Mayhew, A. 1970, 71 Seiten (3,80 €)

Eine detaillierte Darstellung eines Flurbereinigungsverfahrens im Gebiet der Unterweser. Inwieweit das Ziel des Verfahrens (entsprechend dem Flurbereinigungsgesetz von 1953) erreicht wurde und welche weiteren sozialen und infrastrukturellen Entwicklungen folglich zu erwarten sind, wird vom Verfasser unter Einbeziehung politischer und marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen kritisch betrachtet. Eine interessante Fallstudie im Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft, sozialer Marktwirtschaft und Landschaftsgestaltung.

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Band 21

21. Beyer, L.: Der Siedlungsbereich von Jerzens im Pitztal. Untersuchungen zur Entwicklung und Struktur von Flur und Ort in einem nordtiroler Alpental. 1969 (vergriffen)

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Band 20

20. Giese, E.: Die untere Haseniederung. Eine ländlich-bäuerliche Landschaft im Nordwestdeutschen Tiefland; 1968, 99 Seiten (5,10 €)

Die Geestlandschaft und Flussniederung an der unteren Hase werden hinsichtlich ihrer physiogeographischen Gegebenheiten und der Entwicklung kulturhistorischer Nutzungsformen detailliert beschrieben. Die Arbeit fördert das Verständnis für Eigenart und Entwicklung der Kulturlandschaft, welches - heute mehr denn je - notwendig ist als Grundlage für verantwortungsvolle Planungsmaßnahmen.

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Band 19

19. Bronny, H. M.: Studien zur Entwicklung und Struktur der Wirtschaft in der Provinz Finnisch-Lappland. 1966, 152 Seiten (3,60 €)

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Band 18

18. Hambloch, H.: Der Höhengrenzsaum der Ökumene. 1966, 147 Seiten (5,10 €)

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Band 17

17. Fröhling, M.: Die Bewässerungslandschaften an der spanischen Mittelmeerküste. 1965, 121 Seiten (3,10 €)

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Band 16

Zur Kulturgeographie des nördlichen Gudbrandals; 16. Dege, W. 1963, 148 Seiten (3,60 €)

Der das norwegische Dovrefjell und Jotunheimen umfassende Landschaftsausschnitt wird in seiner naturbedingten Ausstattung und kulturhistorischen Entwicklung beschrieben – mit einem detaillierten Einblick in die Situation der Landwirtschaft (insbesondere der Almwirtschaft) eines subpolaren Gebietes in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Eine auch für den natur- und kulturinteressierten Nordlandreisenden bereichernde Lektüre.

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Band 15

15. Entwicklungshilfe und Entwicklungsland. Begriff, Probleme und Möglichkeiten. 1962, 194 Seiten (3,60 €), Mit Beiträgen von A. Antweiler, W. Manshard, R. Mohr, G. Pfeifer, E. Sarkisyans U. O. Timmermann

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Band 14

14. Heising P. H.: Missionierung und Diözesanbildung in Kalifornien. 1962 (vergriffen)

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Band 13

13. Timmermann, O., L. Hempel u. H. Hambloch: Zur Kulturgeographie der Ötztaler Alpen. 1958 (vergriffen)

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Band 12

Flüsse und Wasserwirtschaft, Wasserbiologie und Wasserkrankheiten in Mesopotamien; 12. Denecke, K. 1958, 42 Seiten (1,00 €)

Abhandlung über die Bedeutung des Wassers und der Wasserwirtschaft im Einzugsbereich von Euphrat und Tigris. Erläuterung wasserbaulicher Projekte mit Schwerpunkt Irak. Grundlagenmaterial zu einer heute noch umweltpolitsch und auch zwischenstaatlich brisanten Thematik.

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Band 11

11. Pfaff, W.: Die Gemarkung Ohrsen in Lippe. 1957 (vergriffen)

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Band 10

10. Hessberger, H.: Die Industrielandschaft des Beckumer Zementreviers. 1957 (vergriffen)

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Band 9

9. Pape, H.: Die Kulturlandschaft des Stadtkreises Münster um 1828. 1956 (vergriffen)

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Band 8

8. Eversberg, H.: Die Entstehung der Schwerindustrie um Hattingen 1847–1857. 1955 (vergriffen)

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Band 7

7. Niemeier, G.: Die Ortsnamen des Münsterlandes. 1953 (vergriffen)

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Band 6

6. Schuhknecht, F.: Ort und Flur in der Herrlichkeit Lembeck. 1952 (vergriffen)

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Band 5

5. Frahling, H.: Die Physiotope der Lahntalung bei Laasphe. 1950, 62 Seiten (0,80 €)

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Band 4

4. Herbort, W.: Die ländlichen Siedlungslandschaften des Kreises Wiedenbrück um 1820. 1950 (vergriffen)

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Band 3

3. Müller, H.: Die Halterner Talung. 1950 (vergriffen)

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Band 2

2. Müller Temme, E.: Jahresgang der Niederschlagsmenge in Mitteleuropa. 1949 (vergriffen)

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Band 1

1. Müller-Wille, W.: Schriften und Karten zur Landeskunde Nordwestdeutschlands 1939–1945. 1949 (vergriffen)

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Download – Entwurf und Anwendung von Karten (PDF; 8 MB)