Jahrestagung und Mitgliederversammlung am 13. und 14. Oktober 2017 in Höxter

Herausforderungen und Potenziale ländlicher Räume am Beispiel Kreis Höxter in OWL

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahrestagung 2017 auf dem Weser-Skywalk bei Würgassen (Kreis Höxter)

Die Jahrestagung 2017 der Geographischen Kommission für Westfalen fand unter dem Thema „Herausforderungen und Potenziale ländlicher Räume am Beispiel Kreis Höxter in OWL“ am 13. und 14.10.2017 in Höxter statt. Tagungsort war zunächst das Refektorium im Schloss Corvey, dem einzigen anerkannten UNESCO-Welterbe in Westfalen. Dort wurden zahlreiche Mitglieder bei zwei Führungen durch die Anlage begrüßt. Auf der im Anschluss folgenden Vortragsveranstaltung freute sich der Kommissionsvorsitzende, Prof. Dr. Karl-Heinz Otto, über Grußworte vom Bürgermeister der Stadt Höxter, Alexander Fischer, vom Landrat Friedhelm Spieker und von der neuen Referatsleiterin in der LWL-Kulturabteilung, Dr. Cornelia Bockrath, die die Jahrestagung zum Anlass nahm, sich und die neue Referatsstruktur vorzustellen.

Die Tagung begann mit dem Vortrag „Entwicklung ländlicher Räume in NRW - Perspektiven und Herausforderungen“ von Frau Prof. Dr. Ulrike Grabski-Kieron (ehem. Orts-, Regional-und Landesentwicklung/ Raumplanung, Uni Münster). Danach folgte Landrat Friedhelm Spieker zum Thema „Herausforderungen und Entwicklungspotenziale im ländlichen Raum am Beispiel des Kreises Höxter“. Die Vortragsrunde endete nach der Kaffeepause mit einem Vortrag des Prokuristen der OstWestfalenLippe GmbH, Gesellschaft zur Förderung der Region, Wolfgang Marquardt, der den Anwesenden das Projekt „URBANLand - Wirtschaft und Kulturlandschaft in Ostwestfalen-Lippe“ näherbrachte. Im Anschluss entwickelte sich eine interessante Diskussion zwischen den Referenten und den Zuhörern.

Als Fazit der Podiumsdiskussion kristallisierte sich heraus, dass der Kreis Höxter trotz seiner ländlichen Prägung und Lage im Raum eine außerordentlich innovative und entwicklungsstarke Region ist, die sich selbstbewusst den Zukunftsfragen wie demographischer Wandel, Nachhaltigkeit, Mobilität oder wirtschaftlicher Entwicklung stellt. Der Tag endete im Hotel Niedersachsen mit der Mitgliederversammlung und einem anschließenden gemeinsamen Abendessen.

Am Samstag, den 14.10.2017, wurde die Jahrestagung zunächst mit einem Rundgang durch die Altstadt Höxters unter Leitung der Baudezernentin, Claudia Koch, fortgesetzt. Frau Koch und der Stadtheimatpfleger Wilfried Henze erläuterten den Gästen die Siedlungsstruktur und Entwicklung der Hansestadt Höxter unter besonderer Berücksichtigung der baulichen Veränderungen des Marktes, wo insbesondere die gelungene Umgestaltung des ehemaligen Hertie-Hauses positiv auffiel. Ebenso wurde die prekäre Verkehrssituation über die Weser thematisiert.

Im Anschluss ging es weiter in das Dorf Brakel-Bellersen. Dort erläuterten das Kommissionsmitglied Prof. Dr. Ulrich Harteisen, der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Frederik Köhler, sowie weitere Vertreter der örtlichen Vereine den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die engagierten Bemühungen zum Erhalt der Dorfgemeinschaft und der noch existierenden Versorgungseinrichtungen. Den sehr anschaulichen Vorträgen folgte ein Rundgang durch das Dorf.

Nach einem Mittagessen im Klosterkrug und einem Rundgang um das Kloster Marienmünster führte die Busexkursion zum Weser-Skywalk auf den hannoverschen Klippen bei Würgassen. Dort beschrieben Kommissionsmitglied Dr. Gerhard Müller und Dipl.-Geogr. Frank Grawe, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Landschaftsstation im Kreis Höxter e.V., die geologischen Besonderheiten vor Ort sowie die naturschutzrechtlichen Anforderungen, besonders in dem angrenzenden Waldgebiet.

Download – Tagungsprogramm 2017 (PDF; < 1 MB)